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 Welche Selbständigen US Divisionen waren in VN. und ihre Geschichte!!!

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BeitragThema: Welche Selbständigen US Divisionen waren in VN. und ihre Geschichte!!!   Sa Mai 16, 2009 10:47 am

Da fange ich gleich mal mit der BIg RED ONE an.


Die 1. US-Infanteriedivision


Aufstellung
Ihre Geschichte begann 1917, als General John „Blackjack“ Pershing in Frankreich mit der ersten amerikanischen Expeditionary Force anlandete. Die „Fighting First“ bereitete den amerikanischen Truppen im Ersten Weltkrieg sozusagen den Weg. Namen wie Cantigny, Soissons, St.-Mihiel und die Argonnen sind Synonyme für die Einsätze der Soldaten der 1. Infanteriedivision, die jetzt das Abzeichen der „BIG RED ONE“ auf ihrer linken Schulter tragen.

Zweiter Weltkrieg
Während des Zweiten Weltkrieges, war die 1. Infanteriedivision die erste, die in England ankam, die erste, die den Feind in Nordafrika und in Sizilien bekämpfte, die erste an den Stränden der Normandie am D-Day und die erste, die eine deutsche Großstadt einnahm, nämlich Aachen.

Nach den D-Day-Landungen am 6. Juni 1944 rückte die Division landeinwärts und sicherte so einen Brückenkopf für Versorgungs- und Kampftruppen. Sie drang anschließend weiter ostwärts durch Frankreich vor. Im September 1944 erreichte die Division die deutsche Grenze und nahm im folgenden Monat Aachen ein. Im Anschluss kämpfte die Division im Hürtgenwald und an der Rur. Anfang Dezember wurde die Division, nach 6 Monaten ununterbrochenem Kampfeinsatz, zur Auffrischung von der Front abgezogen. Mit dem Beginn der deutschen Ardennenoffensive am 16. Dezember 1944 wurde die Division an die Ardennenfront verlegt, wo sie erneut schwere Kämpfe zu bestehen hatte.

Im Februar 1945 brach die 1. US-Infanteriedivision aus dem amerikanischen Brückenkopf bei Remagen aus und nahm an der Einkesselung des Ruhrgebiets teil, bevor sie durch Mitteldeutschland nach Osten vorrückte. Am Ende des Krieges war die „Big Red One“ durch ganz Deutschland bis in die westliche Tschechoslowakei vorgerückt.

Die 1. Infanteriedivision blieb in Deutschland bis 1955, zuerst als Besatzungstruppe, dann als Verbündeter der jungen Bundesrepublik in der NATO. 1955 wurde die Division zurück nach Fort Riley (Kansas) verlegt


Vietnam-Krieg
Im Sommer 1965 war die Big Red One die erste Division, die nach Vietnam beordert wurde. Fast fünf Jahre kämpften die Soldaten gegen die Vietcong, während auch Hilfsprogramme für die Bevölkerung von Südvietnam organisiert wurden. Im April 1970 wurden die Fahnen der 1. Infanteriedivision zurück nach Fort Riley verlegt. Zurück in Kansas, wurde die Big Red One ein Verband mit mehreren Standorten, die 3. Brigade wurde in die Bundesrepublik Deutschland vorverlegt. Dieser Teil der Division nannte sich für die Dauer der Vorverlegung „1st Infantry Division (FWD)“ und lag in folgenden Standorten:

Stab und Stabskompanie der 1. Infanteriedivision (FWD) in Göppingen
3. Brigade in Göppingen mit
3-34th Armor in Böblingen
1-16th Infantry in Böblingen
4-16th Infantry in Göppingen
2-5th Field Artillery in Neu Ulm
D Btry/25 Field Arty in Neu Ulm
D Comp/1st Engineers in Böblingen
299th Support Bn in Göppingen
Ein weiteres „1. Mal“ wurde der Division zuteil, als man mit einer langen Reihe von REFORGER-Übungen begann. Diese Übungen zeigten Entschlossenheit und Fähigkeit der USA, ihre NATO-Partner in Westeuropa zu verteidigen.


Zuletzt von Bobo am Sa Mai 16, 2009 3:14 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Welche Selbständigen US Divisionen waren in VN. und ihre Geschichte!!!   Sa Mai 16, 2009 10:54 am

Die 1. US-Panzerdivision/wurde nicht vollständig nach Vietnam abkomandiert!!!!!!


Die 1. US-Panzerdivision (Spitzname Old Ironsides) ist ein militärischer Großverband der US Army mit Hauptquartier in Wiesbaden.


Zweiter Weltkrieg
Nordafrika

Die Old Ironsides waren Teil der Operation Torch. Bei der alliierten Landung in Nordwestafrika am 8. November 1942 nahm sie als 1. US-Panzerdivision dort die Kampfhandlungen auf. Trotz starker französischer Truppen des Vichy-Regimes konnten die alliierten Kräfte sämtlichen Widerstand innerhalb von drei Tagen niederschlagen und so den Brückenkopf sichern. Sie marschierte anschließend in Richtung Tunesien, wo sie auf Kräfte der Achsenmächte stießen und harte Lehrstunden in Sachen gepanzerter Kriegsführung einstecken musste. Raue Konditionen und einfachste Straßenverhältnisse verhinderten die Möglichkeit, Tunesien schnell einzunehmen und so Rommels Nachschublinien abzuschneiden.

Im Januar 1943 wurde die Division dem 2. Korps unterstellt und erhielt den Auftrag, Zentraltunesien gegen feindlichen Achsenkräfte zu verteidigen. Einen Monat später traf sie am Kasserinepass mit gepanzerten deutschen Eliteeinheiten zusammen. Wegen starken Personal- und Materialverlusten zog sich die Division zurück. Doch Rommels Versorgungslinien konnten später durch die Alliierten abgeschnitten und sein weiteres Vorrücken verhindert werden. Es dauerte jedoch noch drei weitere Monate, ehe die Alliierten endgültig in Nordafrika siegen konnten.

Am 25. März 1944 wurde der am 28. April 1943 gefallene Gefreite (Private) Nicholas Minue (1. Kompanie, 6. gepanzerte Infanterie) posthum mit der höchsten Auszeichnung der Vereinigten Staaten, der Medal of Honor, für seine Tapferkeit ausgezeichnet.

Italien
Der Fall Siziliens im Sommer 1943 bereitete den Weg für eine Invasion der alliierten Truppen auf das italienische Festland. Als Teil der 5. Armee unter Generalleutnant Mark W. Clark brach die 1. Panzerdivision den feindlichen Widerstand mit einer Sturmangriffslandung bei Salerno am 9. September und bereitete so den weiteren Weg nach Neapel für die nachrückenden Truppen. Die Stadt fiel am 1. Oktober und die Alliierten bewegten sich in Richtung des Volturno-Flusses.

Im November griff die Einheit die berüchtigte Winterlinie an. Obwohl die Linie gebrochen werden konnte, kam der alliierte Vorstoß am Monte Cassino zum Erliegen. Um das Vorrücken wieder in Gang zu setzen wurde am 23. Januar 1944 bei Anzio eine amphibische Landung durchgeführt, bei der wiederholt deutsche Gegenangriffe von der 1. US-Panzerdivision zurückgedrängt werden konnten. Die Division führte den Ausbruch aus dem Brückenkopf in Richtung Rom am 23. Mai an; Rom selbst wurde am 4. Juni 1944 befreit.

Die Verfolgung der Deutschen wurde in den Norden des Apennins weitergeführt, wo raue Berge und das Winterwetter nun zwischen den Alliierten und der Weite der Po-Ebene stand. Sie drangen im April 1945 in das Tiefland ein und zwangen schließlich am 23. April 1945 die deutschen Truppen in Italien zur Kapitulation.

Im Juni 1945 wurde die 1. Panzerdivision als Teil der Besatzungsmacht nach Deutschland verlegt, kehrte aber bereits im April 1946 zurück in die USA, wo sie im Camp Kilmer in New Jersey deaktiviert wurde. Nur einige Teileinheiten der Division blieben in Deutschland als Teil der dortigen US Constabulary.


Koreakrieg
Der Erfolg der neuen russischen T-34-Panzer und der Ausbruch des Koreakrieges brachten neuen Schwung für die Entwicklung der Panzertruppe. Als Teil der für Korea aufgestellten US-Streitkräfte wurde die 1. Panzerdivision in Fort Hood, Texas, am 7. März 1951 reaktiviert. Sie war nun die erste Division, in der schwarze Soldaten in allen Dienstgraden integriert wurden. Sie war weiterhin die einzige kampfbereite gepanzerte Division auf dem amerikanischen Festland und die erste, die die neuen M48 Patton-Panzer erhielt. Training für den Atomkrieg wurde eines der Hauptthemen Mitte der 1950er Jahre. Die Old Ironsides nahmen an Tests zur „Atomic Field Army“ in Fort Hood und an der Operation Sagebrush teil, dem größten kombinierten Manöver seit dem Zweiten Weltkrieg. Nach Beendigung der Übung verlegte die Division nach Fort Polk, Louisiana, ihrem neuen Heimatstützpunkt.

Kubakrise
Zum Ende der 1950er Jahre, zu Zeiten knapper Haushaltspläne, verschwand das Hauptinteresse der US-Armee am atomaren Schlachtfeld. Die nun wieder in Texas stationierte 1. Panzerdivision wurde eine reine Übungseinheit zur Ausbildung neuer Kadetten.

Der Beginn der 1960er markierte die Einführung vieler militärischer Neuerungen. Wichtige Änderungen unter anderem in der Organisation, der Doktrin und die Einführung von neuem (Groß-)gerät zeigten die Entschlossenheit der Regierung, immer und überall kampfbereit sein zu müssen. 1962 wurde die 1. Panzerdivision neu organisiert. Brigaden lösten Kampfkommandos ab, und die der Division zugeteilte Heeresfliegereinheit wurde in ihrer Stärke verdoppelt. Intensives Training folgte der Umorganisierung. Im Oktober 1962 wurde die 1. Panzerdivision für kampfbereit erklärt, kurz vor der Kubakrise.

Als Reaktion auf die Stationierung sowjetischer Raketen auf Kuba wurden die Old Ironsides nach Fort Stewart, Georgia, verlegt. Die gesamte Operation dauerte nur 18 Tage.

Die nächsten sechs Wochen verbrachte die Division mit Echtfeuerübungen und amphibischen Landungsübungen in den Sumpfgebieten Georgias und Floridas. Ein Höhepunkt war der Besuch des US-Präsidenten John F. Kennedy am 26. November 1962.

Kurz danach entspannte sich die Situation und die 1. Panzerdivision wurde nach Fort Hood zurückverlegt.


Vietnamkrieg
Obwohl die Division nicht als Ganzes am Vietnamkrieg teilnahm, kämpften zwei Einheiten der Division, A-Kompanie, 501. Heeresflieger und 1. Schwadron, 1. Kavallerie dort. Beide wurden mit Presidential Unit Citations ausgezeichnet, die Kavallerie erhielt sogar zwei Tapferkeitsauszeichnungen und drei vietnamesische Ehrenkreuze. Keine der beiden Einheiten war offiziell von der Division gelöst worden, so dürfen die Veteranen das Abzeichen der Old Ironsides tragen.

Zusätzlich wurden drei Infanteriebataillone aus den Brigaden der Division zur 198. unabhängigen Brigade formiert und nach Vietnam entsandt. Zwei der drei Bataillone wurden nach dem Krieg wieder in die Division eingegliedert, das 1. Bataillon des 6. Infanterieregiments und das 1. Bataillon des 52. Infanterieregiments.

1968 war ein Jahr innerer Unruhen. Nach der Ermordung von Martin Luther King brachen in einigen Innenstädten Straßenschlachten aus. Die 3. Brigade wurde nach Chicago verlegt, um dort die öffentliche Sicherheit wieder herzustellen und zu gewährleisten.

Zu Beginn der 1970er wurden sämtliche US-amerikanischen Streitkräfte aus Vietnam abgezogen und die US-Armee wurde massiv umstrukturiert. Gerüchten zufolge sollte die 1. Panzerdivision erneut deaktiviert werden. Veteranen aber organisierten eine Briefkampagne, um die Old Ironsides zu retten.

Am 10. Mai 1971 verließ die Division ihre Heimat in Fort Hood, um nach Deutschland verlegt zu werden. Dort wurde die bis dahin in Göppingen und Franken stationierte 4. US-Panzerdivision ersetzt. Die Stationierungsorte waren mit dem

Stab und Stabskompanie in Ansbach
1. Brigade in Vilseck
2. Brigade in Erlangen
3. Brigade in Bamberg
4. Brigade in Katterbach bei Ansbach, mit der Cavalry in Schwabach
DISCOM (Division Support Command) in Fürth
DIVENG (Division Engineers) in Fürth
DIVARTY (Division Artillery) in Zirndorf
MI Bn (Military Intelligence) in Ansbach
ADA (Air Defense Artillery) in Schwabach


Zuletzt von Bobo am Sa Mai 16, 2009 3:17 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Welche Selbständigen US Divisionen waren in VN. und ihre Geschichte!!!   Sa Mai 16, 2009 11:02 am

1. US-Kavalleriedivision


Die 1. US-Kavalleriedivision (engl.: 1st US Cavalry Division) ist eine Panzerdivision und Großverband der US Army. Ihre Mannstärke beträgt derzeit rund 16.700 Soldaten. Ihre Geschichte reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück, sie ist damit auch eine der am längsten aktiven Einheiten der US Army. Das Hauptquartier der Division ist derzeit in Fort Hood im US-Bundesstaat Texas und steht unter dem Kommando von Major General Daniel P. Bolger

Geschichte.
Die Tradition der Division geht zurück auf das 2. Kavallerie-Regiment, das 1855 aufgestellt wurde, sowie das 7., 8. und 9. Kavallerie-Regiment. Das 2. wurde 1861 in 5. Kavallerie-Regiment umbenannt und nahm am amerikanischen Bürgerkrieg teil, unter anderem an der Ersten Schlacht am Bull Run und der Schlacht von Gettysburg. Das 7. Kavallerie-Regiment unter George Armstrong Custer erlitt 1876 in der Schlacht am Little Bighorn eine vernichtende Niederlage.

Nach dem Ende der Indianerkriege wurden die Kavallerie-Regimenter entlang der inneramerikanischen Frontier als Grenzpatrouille eingesetzt.

Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs 1918 unterstanden das 1., 7. und 8. Kavallerie-Regiment der 15. Kavalleriedivision und kamen in Europa zum Einsatz.

Die 1. Kavalleriedivision wurde am 31. Juni 1920 als selbstständiger Großverband aufgestellt, nachdem im National Defense Act die Aufstellung weiterer berittener Divisionen beschlossen wurde. 1922 wurde die Aufstellung abgeschlossen und die Division bezog ihr Hauptquartier in Fort Bliss, Texas. Am 20. August 1921 wurde das 1. Kavallerie-Regiment ebenfalls der 1. Kavalleriedivision unterstellt.

Während der Weltwirtschaftskrise entstand unter Leitung der Division als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme in Fort Bliss ein Luftabwehrausbildungszentrum, für das Unterkünfte für 20.000 Soldaten errichtet wurden. Im gleichen Zeitraum begann auch die Umstrukturierung der Division, da sich berittene Truppen schon im ersten Weltkrieg als nicht mehr zeitgemäß erwiesen hatten.


Zweiter Weltkrieg
Zum Zeitpunkt des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor im Zweiten Weltkrieg befand sich die 1. Kavalleriedivision in einer großangelegten Umstrukturierung und nahm an einer Reihe großer Manöver der USA in Südostasien teil, bei denen eine neue Strategie und neue Taktiken erprobt wurden. Im Rahmen der Umgliederung wurden die Panzerabwehr- und Maschinengewehrtruppen als selbstständige Einheiten aufgelöst und den Kavallerieregimentern unterstellt.

Anfang 1943 wurde die Division, als Infanteriedivision klassifiziert, nach Australien verlegt, wo sie sich für ihren Einsatz im Pazifikkrieg vorbereitete. Im Anschluss an die Verlegung nach Neuguinea im Sommer 1943 begann Ende Januar 1944 mit der Eroberung der Admiralitätsinseln der erste Einsatz des Großverbandes. Gegen sehr starken japanischen Widerstand eroberte die Division nach und nach bis Ende Mai 1944 die gesamte Inselgruppe.

Am 20. Oktober nahm die Division an der Landung auf Leyte teil, mit der die Befreiung der Philippinen begann. Anfang 1945 war die Insel von der japanischen Armee befreit und die Amerikaner bereiteten die Rückeroberung von Luzón vor, der Hauptinsel der Philippinen. Diese begann für die 1. Kavalleriedivision am 27. Januar mit der Landung am Strand des Golfs von Lingayen. Am 3. Februar erreichten die ersten Einheiten die Hauptstadt Manila, wo die Kämpfe aber noch bis zum 3. März andauerten. Bis zum 25. August nahm die Division an mehreren Operationen auf Luzón zur Ausschaltung verbliebener japanischer Widerstandsnester teil. Im Anschluss daran wurde sie abgezogen und nach Japan verlegt. Sie landete am 30. August in der Bucht von Tokio und marschierte am 8. September als erste US-Division in Tokio ein.

Während des Krieges wurden 970 Soldaten der 1. Kavalleriedivision im Einsatz getötet, weitere 3.300 verletzt.

Korea.
Als im Sommer 1950 der Koreakrieg begann, war die 1. US-Kavalleriedivision noch in Japan als Besatzungstruppe stationiert. Der schnelle Vormarsch der Nordkoreanischen Volksarmee drängte die südkoreanischen Verteidiger auf einen schmalen Streifen um die Hafenstadt Busan zurück, den so genannten Busan Perimeter.

Die Division entlastete die eingeschlossenen UN-Truppen um Busan durch eine amphibische Landung bei Pohang. Sie durchbrach den Belagerungsring Mitte September 1950 und stieß nach Norden vor. Den 38. Breitengrad, die Grenze zwischen Nord- und Südkorea, überschritt die Division am 9. Oktober und die vordersten Einheiten erreichten am 19. Oktober Pjöngjang. Die Intervention der Volksrepublik China warf die UN-Truppen Ende 1950/Anfang 1951 wieder hinter die Demarkationslinie zurück. Die südkoreanische Hauptstadt Seoul wurde geräumt und im März wieder zurückerobert. Die 1. Kavalleriedivision übernahm die Verteidigung der Hauptstadt im sich nun entwickelnden Stellungskrieg. Sie wurde im Januar 1952 abgelöst und nach Hokkaido zurückverlegt. Die Division verlor über 3.800 Soldaten, mehr als 12.000 wurden verwundet.

Die Division kehrte 1957, vier Jahre nach dem Waffenstillstand, nach Korea zurück und übernahm die Kontrolle über die Demilitarisierte Zone zwischen dem Norden und dem Süden bis 1965.


Vietnamkrieg.
Zu Beginn des Vietnamkriegs wurde die 1. Kavalleriedivision von einer reinen Infanteriedivision zu einer luftmobilen Division umstrukturiert. Im Juli 1965 begann die Verlegung des Verbands nach Vietnam. Im November 1965 kam es während der Schlacht im Ia-Drang-Tal zum ersten Aufeinandertreffen zwischen Einheiten der Vereinigten Staaten und Nordvietnams. Das 7. Kavallerieregiment der 1. US-Kavalleriedivision unter dem Kommando von Lieutenant Colonel Harold G. Moore kämpfte vom 14. bis zum 18. November gegen eine vierfache Übermacht der nordvietnamesischen Volksarmee. Die Schlacht wurde 2002 unter dem Titel Wir waren Helden von Randall Wallace verfilmt. Der Film basiert auf dem Buch We Were Soldiers Once ... And Young von Joseph L. Galloway, der als Fotograf an der Schlacht teilnahm.

1967 nahm die Division an der Operation Pershing teil, die in der Binh Dinh-Provinz gegen Widerstandsnester des Vietcong durchgeführt wurde. Die großangelegte Operation war ein voller Erfolg, nach amerikanischen Angaben wurden über 5.400 nordvietnamesische Kämpfer getötet und etwa 2.000 sollen gefangengenommen worden sein. Während der Tet-Offensive war die Division nördlich von Huế im Camp Evans stationiert. Dort war sie maßgeblich an der Rückeroberung von Huế und Quảng Trị beteiligt. Die 1. Kavalleriedivision trug gemeinsam mit Einheiten des US Marine Corps die Hauptlast der Kämpfe. Das 9. und 26. Marineinfanterieregiment waren Ende März 1968 in Khe Sanh eingeschlossenen. Die Division entsetzte mit der Operation Pegasus die eingeschlossenen Regimenter. Sie durchbrach den vietnamesischen Belagerungsring und löste die Marines als Besatzungstruppe bis zur Aufgabe der Basis Ende Juni ab.

Die 1. Kavalleriedivision war von Mitte April bis Mitte Mai im A Shau-Tal, das auch als Tal des Todes bekannt war, eingesetzt. Sie nahm dort an verschiedenen Operationen gegen den Ho-Chi-Minh-Pfad teil, dessen Hauptzweig durch das Tal führte.

Im Sommer 1968 unterstützte die Division die vietnamesische Bevölkerung bei der Reisernte und unternahm MedCap genannte Einsätze zur medizinischen Versorgung der Einheimischen im Gebiet des I. Korps.

Die 1. Kavalleriedivision wurde Anfang 1969 nach Süden in den Papageienschnabel genannten Grenzbereich zu Kambodscha westlich von Saigon verlegt. Sie nahm an der Invasion in Kambodscha im Mai 1970 teil, die sich gegen die so genannten „sanctuaries“ (Schutzräume) der Nordvietnamesen und des Vietcong richtete. Die amerikanischen Einheiten zogen sich im Zuge des allgemeinen Abzugs aus Vietnam im Juni aus Kambodscha zurück. Im August 1972 verließ mit dem 1. Bataillon des 7. Kavallerie-Regiments der letzte Verband der Division Südvietnam. Die Verluste betrugen während des gesamten Einsatzes 5.444 Gefallene und 26.592 Verwundete.

Im Anschluss an den Vietnam-Einsatz erfolgte die TRICAP-Umstrukturierung (TRICAP: „triple capabilities“, dt. etwa dreifache Einsatzmöglichkeiten), die den Verband in die Lage versetzten sollte, als Luftlandetruppe, als bodengebundene Panzerdivision und als Luftkavallerie zu operieren. Das kurzlebige Konzept wurde schon 1975 wieder aufgegeben und die 1. Kavalleriedivision in eine Panzerdivision umgewandelt. Sie wurde 1980 als eine der ersten US-Großverbände mit dem Kampfhubschrauber AH-64 Apache und dem Geländewagen HMMWV als Ersatz für die veralteten M151-Jeeps ausgerüstet. Als neuer Kampfpanzer wurde der M1 Abrams eingeführt, als neuer Schützenpanzer der M2 Bradley. Die 1. Kavalleriedivision nimmt seit 1982 regelmäßig an der Ausbildung im National Training Center in Fort Irwin, Kalifornien teil. Das National Training Center ist das modernste Ausbildungs- und Manöverzentrum der US Army, in dem unter realistischen Bedingungen jede Gefechtsart geübt werden kann.

Bei dem REFORGER-NATO-Großmanöver im Sommer 1983 war die 1. US-Kavalleriedivision mit fast 9.000 Soldaten die größte jemals beteiligte Einheit.
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BeitragThema: Re: Welche Selbständigen US Divisionen waren in VN. und ihre Geschichte!!!   Sa Mai 16, 2009 1:13 pm

4. US-Infanteriedivision

Die 4. US-Infanteriedivision (englische Bezeichnung: 4th Infantry Division) ist ein Großverband des United States Army. Das Hauptquartier der rund 16.000 Mann starken Division befindet sich in Fort Hood im US-Bundesstaat Texas. Das Motto des Verbandes lautet: Steadfast and Loyal, was den deutschen Begriffen „standhaft und treu“ entspricht. Sie wurde seit ihrer Aufstellung 1917 bei fast allen militärischen Konflikten der Vereinigten Staaten eingesetzt und ist seit ihrer letzten Umstrukturierung kein herkömmlicher Infanterieverband mehr, sondern vielmehr eine Panzerdivision mit einer eigenen Heeresfliegerbrigade.

Die 4. US-Infanteriedivision wurde nach dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg im Zuge der Aufrüstung am 10. Dezember 1917 in Camp Greene, im Bundesstaat North Carolina unter dem Kommando von Major General George H. Cameron komplett neu aufgestellt.[5] Dabei wurde nicht auf bereits vorhandene Einheiten zurück gegriffen. Die Division umfasste etwa 32.000 Mann.

Erster Weltkrieg
St. Mihiel-Offensive
Die Division wurde Anfang Juni 1918 nach Frankreich verlegt, dort zunächst aufgeteilt und verschiedenen französischen Infanteriedivisionen zugeordnet. Die Vereinigten Staaten setzten anschließend durch, dass ihre Streitkräfte eigenständig neben denen der europäischen Alliierten, Frankreich und dem Vereinigten Königreich, operieren durften. Im Juli 1918, wurde die Division wieder als eigenständiger Verband zusammengefasst und der 1. US-Armee des amerikanischen Expeditionskorps (American Expeditionary Force) unter General John J. Pershing unterstellt. Am 12. September 1918 hatte der Verband seinen ersten Kampfeinsatz in der Schlacht von St. Mihiel. Die Division bildete als Teil des V. US-Korps im Rahmen einer Zangenoperation die linke Zange und sollte das östlich gelegene IV. US-Korps im Rücken der deutschen Stellungen treffen. Durch diese Bewegung sollten die Deutschen im Raum St. Mihiel eingekesselt werden. Der Angriff begann am 15. September, als die 8. Infanteriebrigade Manheulles einnahm. Die deutschen Einheiten konnten ihren Frontvorsprung nicht halten, und es gelang den amerikanischen Verbänden, in dieser Schlacht den gegnerischen Frontvorsprung zugunsten der Entente zu begradigen

Maas-Argonnen-Offensive
Am 26. September 1918 begann die letzte große Schlacht des Ersten Weltkrieges, die Maas-Argonnen-Offensive. Ziel der Alliierten war die Eroberung der Stadt Sedan an der Maas, da sich dort mehrere für die deutschen Truppen überlebensnotwendige Versorgungslinien trafen.

Im Schutz der Dunkelheit konnten die amerikanischen Korps am 26. September unbemerkt ihre Bereitstellungsräume für den Angriff im Raum St. Mihiel einnehmen. Das III. US-Korps, einschließlich der 4. US-Infanteriedivision, hielt die rechte östliche Flanke des Frontabschnitts, links daneben ging das V. US-Korps in Stellung. Innerhalb des Abschnitts des III. Korps nahm die 33. US-Infanteriedivision den rechten, die 80. US-Infanteriedivision den zentralen und die 4. US-Infanteriedivision mit der 79. US-Infanteriedivision des V. Korps an ihrer Seite den linken Sektor ein. Der Angriff führte durch ein schmales Tal, die 7. Brigade durchquerte es zügig und erreichte die äußerste Verteidigungslinie von Cuisy um neun Uhr. Trotz des entschlossenen Widerstands der deutschen Truppen konnten diese den Ort nicht halten. Am Ende des Tages verlegte die 4. Division ihr Hauptquartier nach Cuisy.

Die Schlacht dauerte vom 27. September bis zum 3. Oktober an, ohne dass der Verband nennenswerte weitere Fronteinbrüche erzielte, während das von Trommelfeuer zerfurchte Gebiet das Heranführen von Nachschub und Truppen zunehmend erschwerte. Die zweite Phase der Schlacht zielte in Richtung Brieulles und begann, als die vordersten Truppen endlich ausreichend versorgt werden konnten. Am 4. Oktober verließ die 8. Brigade ihre Schützengräben und griff im dichten Nebel an. Als sich dieser legte, nahmen die deutschen Truppen sie von drei Seiten ins Kreuzfeuer. Trotz schwerer Verluste konnte sich die Brigade in Bois de Fays festsetzen. In den nächsten vier Tagen erlitt die Division weitere große Verluste durch schweren Artillerie- und Gasbeschuß. Die 8. Brigade wurde zurückgezogen und durch die 7. Brigade ersetzt. Am 9. Oktober setzte der Verband den Angriff auf Befehl Pershings fort und konnte bis zum 12. Oktober das Gebiet um Bois de Foret einnehmen und sichern. Am 13. Oktober wurde die Division von der 3. US-Infanteriedivision abgelöst und bis zum 19. Oktober von der Front zurückgezogen.

Am 10. Oktober wurde Generalmajor George H. Cameron von Generalmajor John L. Hines als Interimskommandeur des III. Korps abgelöst. Cameron übernahm wieder das Kommando der 4. US-Infanteriedivision. Die Division wurde der 2. US-Armee unterstellt und in Lucey stationiert. Am 22. Oktober übernahm Cameron ein neues Kommando in den Vereinigten Staaten und wurde zwischenzeitlich durch den Kommandeur der 7. Brigade, Brigadier General Benjamin A. Poore ersetzt. Am 31. Oktober 1918 übernahm dann Generalmajor Mark L. Hersey das Kommando.

Bei Unterzeichnung des Waffenstillstands am 11. November 1918 war die 4. US-Infanteriedivision der einzige amerikanische Verband, der sowohl im britischen als auch im französischen Frontabschnitt zum Einsatz gekommen war. Die Verluste der Division betrugen 2611 Tote und 9895 Verwundete.


Neuaufstellung und Zweiter Weltkrieg
Am 1. Juni 1940 wurde die 4. US-Infanteriedivision in Fort Benning im US-Bundesstaat Georgia unter dem Kommando von Major General Walter E. Prosser neu aufgestellt. Am 1. August wurde sie gemäß dem Table of Organization and Equipment (deutsch: „Organisations- und Ausrüstungsplan“ oder auch „Stärke- und Ausrüstungsnachweisung“) des Kriegsministeriums zu einer motorisierten Infanteriedivision umgewidmet, entsprechend reorganisiert und gemeinsam mit der ebenfalls umorganisierten 2. US-Panzerdivision (ehemals 2. US-Kavalleriedivision) dem I. US-Panzerkorps unterstellt. Nach Abschluss dieser Umstrukturierung wurde sie in Dry Prong im US-Bundesstaat Louisiana stationiert, wo sie mit intensiven Ausbildungsmaßnahmen begann und die neue taktische Ausrichtung verinnerlichte.

In den 1930er-Jahren waren im Kriegsministerium neue Theorien des kombinierten Kampfes verschiedener Waffengattungen (Gefecht der verbundenen Waffen) entwickelt worden. In der Zeit von 1941 bis 1943 diente die Ivy Division an verschiedenen Standorten als Experimentalverband, um diese Theorien in zahlreichen Manövern und unterschiedlichen militärischen Großverbandsstrukturen zu erproben und so die Grundlagen einer modernen Gefechtsführung mit verbundenen Waffen in der Praxis zu entwickeln. Im September wurde sie nach Camp Gordon Johnson in Carabelle, Florida, verlegt, um dort amphibische Landungen zu üben.
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BeitragThema: Re: Welche Selbständigen US Divisionen waren in VN. und ihre Geschichte!!!   Sa Mai 16, 2009 1:24 pm

TEIL II.
Landung in der Normandie
Am 18. Januar 1944 wurde die Division nach Großbritannien verlegt, um sich auf die geplante Operation Overlord, die Landung der Alliierten in der Normandie, vorzubereiten.

Obwohl der Küstenabschnitt schwieriges Gelände bot, hatte sich das alliierte Oberkommando für eine Landung in der Normandie entschieden, weil der Atlantikwall dort lange nicht so stark ausgebaut war wie im Gebiet um Calais und man davon ausging, dass das militärische Überraschungsmoment dort am größten sein würde. Aufgrund der Truppenkonzentrationen der Wehrmacht glaubte man auf alliierter Seite, dass die Deutschen eher mit einer Landung an der kürzesten Stelle zwischen England und Frankreich rechneten.

Am 6. Juni 1944 ging die Division im Rahmen der größten amphibischen Landungsoperation aller Zeiten in ihrem Abschnitt Utah Beach an Land. Die erste Welle erreichte jedoch 1800 Meter südlich des geplanten Landeabschnitts das Ufer. Dies war die Folge einer starken seitlichen Strömung, die die Landungsboote nach Süden abdrängte. Da die Küstenlinie infolge des vorangegangenen Beschusses von Rauchwolken verdeckt war, fehlten den Besatzungen Orientierungspunkte für eine Kurskorrektur.


Brigadier General Theodore Roosevelt, Jr.Trotz der Landung an einem nicht dafür vorgesehenen Küstenabschnitt trat bei den angelandeten Truppen nur wenig Verwirrung ein. Allerdings ließen sich einzelne Befehle nicht im Detail ausführen. Brigadier General Theodore Roosevelt, Jr., dem einzigen selbst an der Landung teilnehmenden US-General und stellvertretenden Kommandeur der 4. US-Infanteriedivision, gelang es jedoch, trotz dieser Nachteile die Ordnung den Umständen entsprechend zu wahren und die erreichbaren starken deutschen Stellungen angreifen zu lassen. So konnte die Truppe schnell zu den Hauptstraßen im Hinterland vorstoßen und die deutschen Kräfte von dort aus weiter attackieren.

Das 8. Infanterieregiment war dabei die erste Nicht-Luftlandeeinheit der Alliierten, die französischen Boden betrat. Nach der Sicherung ihres Landeabschnitts, den sie unter großen Verlusten erobert hatte, schlug sie sich zur 82. US-Luftlandedivision durch, die bei Sainte-Mère-Église festsaß. Anschließend eroberte sie die Halbinsel Cotentin und nahm am 25. Juni 1944 gemeinsam mit anderen Truppen Cherbourg ein. Im Gebiet um Périers gelang ihr der Durchbruch an der linken Flanke der deutschen 7. Armee, was entscheidend dazu beitrug, die deutschen Truppen nach Avranches zurückzudrängen.

Die Verluste des Verbandes bei der Landung in der Normandie betrugen über 5.000 Tote und Verwundete.


Einmarsch in Paris und Schlacht im Hürtgenwald
Ende August 1944 kämpfte die Division gemeinsam mit der Résistance als erster amerikanischer Großverband in der Schlacht um Paris. Die Stadt wurde vom deutschen Garnisonskommandeur General Dietrich von Choltitz nach anfänglichen Kämpfen mit der 2. Französischen Panzerdivision am 25. August 1944 offiziell kampflos übergeben. Jedoch hielten sich die in der französischen Hauptstadt zahlreich vorhandenen Einheiten der allgemeinen SS, der Gestapo, des SD und der Waffen-SS nicht an die Kapitulationsvereinbarung und leisteten aus Angst vor Repressalien der Résistance erbitterten Widerstand, welcher aber niedergeschlagen wurde.

Nach einer Ruhephase wurde die Division über Houffalize nach Belgien verlegt, um am 14. November 1944 den Westwall in der Schnee-Eifel anzugreifen. Bei diesem Angriff gelangen ihr einige Einbrüche.

Bis November kam die Division nur langsam voran, da das Wetter die alliierte Luftüberlegenheit behinderte und sich die deutschen Verbände trotz ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit als zähe Gegner erwiesen.


In der Schlacht im Hürtgenwald traf die Ivy Division auf äußerst starke deutsche Gegenwehr, sodass das alliierte Operationsziel gefährdet schien, an dieser Stelle durchzubrechen, um den entlang der Rurfront stehenden deutschen Verbänden in die Flanke zu fallen. In dieser Schlacht erlebte die Division wahrscheinlich ihre gravierendsten Kämpfe des Zweiten Weltkrieges. Der Hürtgenwald, ein 140 km² großes Waldplateau nord-östlich der belgisch-deutschen Grenze, südlich von der Linie Aachen-Düren und westlich der Rur gelegen, stellte für beide Seiten eine enorm wichtige Höhe dar. Für die Deutschen eignete sich seine Beschaffenheit hervorragend für eine defensive Gefechtsführung, unter anderem weil sie Schutz vor Luftangriffen bot. Ein Halten des Abschnitts galt als notwendig, um die Nordflanke des Aufmarschs der geplanten Ardennenoffensive zu schützen. Für die Alliierten war die Einnahme des Hürtgenwalds Voraussetzung für den Durchbruch zum Rhein und das Sprengen der Rurfront. Die Division wurde am 7. Dezember 1944 aus der Schlacht herausgelöst, nachdem sie mit 7500 Verletzten und Toten fast ein Drittel ihrer Mannstärke verloren hatte. In der Etappe Luxemburg sollte sie ihre enormen Verluste ausgleichen, die die bei der Landung in der Normandie erlittenen noch übertrafen und die schwersten der Division während des Zweiten Weltkrieges darstellten.

Ardennen-Offensive und Kriegsende
Die eben erst aus dem Hürtgenwald herausgezogene und schwer angeschlagene Division wurde nach Luxemburg verlegt, wo sie am 16. Dezember 1944 von der Ardennen-Offensive der Deutschen überrascht wurde. Obwohl sie zunächst zurückweichen musste, gelang es ihr, den Frontabschnitt zwischen Dickweiler und Osweiler zu stabilisieren , im Januar 1945 die Sauer zu überqueren, und die erschöpfte deutsche Wehrmacht in ihren Stellungen in Fouhren und Vianden zu überrennen. Erst bei Prüm konnte ihr Vorstoß durch heftigen deutschen Widerstand zum Halten gebracht werden. Dennoch gelang ihr am 28. Februar 1945 das Übersetzen nahe Olzheim und der schnelle Vorstoß entlang der Kyll am 7. März. Nach einer kurzen Ruhezeit zur Auffrischung und Ersatz der Verluste, überquerte die „Vierte“ am 29. März bei Worms den Rhein, eroberte anschließend Würzburg und bildete am 3. April 1945 einen Brückenkopf am Main bei Ochsenfurt. Anschließend nahm sie Bad Mergentheim, Rothenburg, Crailsheim und Aalen. Am 25. April überquerte sie die Donau bei Lauingen und schwenkte in Richtung München.

Insgesamt machte die 4. US-Infanteriedivision im März und April 1945 über 50.000 Kriegsgefangene.

Anfang Mai erreichte der Verband bei Miesbach die Isar, wonach er aus der Front herausgelöst wurde, an keinen Kampfhandlungen mehr teilnahm und nur noch Besatzungsaufgaben wahrnahm.

Die Verluste der 4. US-Infanteriedivision im Zweiten Weltkrieg betrugen insgesamt rund 22.660 Tote und Verwundete.


Reorganisation und Zwischenjahre
Nach der Rückverlegung in die Vereinigten Staaten im Juni 1945 wurde der Verband in Camp Butner im US-Bundesstaat North Carolina stationiert, um sich auf den Kriegseinsatz gegen Japan im pazifischen Raum vorzubereiten. Dazu kam es jedoch nicht mehr, weil Japan nach dem Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki seine bedingungslose Kapitulation erklärte und eine Landung auf dem japanischen Festland obsolet wurde.

Am 5. März 1946 wurde die Division zum zweiten Mal demobilisiert, jedoch nur ein Jahr später, am 15. Juli 1947, wieder aktiviert, um als reine Ausbildungseinheit in Fort Ord, Kalifornien, zu dienen.

Am 10. Oktober 1950 wurde die „Vierte“ wieder zur Kampfeinheit umgewidmet, was eine umfangreiche Neuorganisation und eine erneute Verlegung nach Fort Benning, Georgia, nach sich zog.[20]

Im Mai 1951 wurde die Division in den ersten Jahren des eskalierenden Kalten Krieges als eine von vier US-Divisionen der NATO unterstellt, in der Drake-Kaserne (Hauptquartier) im deutschen Frankfurt am Main und an anderen Standorten in Büdingen, Butzbach, Gelnhausen, Hanau, Mannheim und Schweinfurt stationiert und den US Forces, European Theater (USFET; deutsch „Streitkräfte der Vereinigten Staaten auf dem europäischen Kriegsschauplatz“) unterstellt.

Zwischen 1951 und 1953 unterstützte die 4. US-Infanteriedivision indirekt die amerikanischen Truppen im Koreakrieg durch regelmäßige Abkommandierung von Personal zu dort kämpfenden Einheiten, um dadurch deren Verluste auszugleichen.

Nach einer fünfjährigen Dislozierung in Deutschland wurde sie im Mai 1956 wieder in Fort Lewis im US-Bundesstaat Washington stationiert und dem US States Pacific Command (PACOM) unterstellt. Bis zum Vietnamkrieg behielt die Division diese Unterstellung und ihren Standort bei.


Vietnamkrieg
Im September 1966 wurde die 4. US-Infanteriedivision nach Südvietnam verlegt und richtete ihr Hauptquartier in Camp Holloway bei Plei Cu in der Provinz Gia Lai im zentralen Hochland Vietnams ein, wo sie dem II. US-Korps unterstellt wurde
Die erste und zweite Brigade wurden im zentralen Hochland eingesetzt. Die dritte Brigade einschließlich des Panzerbataillons der Division unterstützte die 23. US-Infanteriedivision (Americal Division) in der Provinz Tây Ninh (in der sogenannten Kriegszone C) nordwestlich von Saigon bei der Operation Attleboro, einer sogenannten Such- und Zerstörungsoperation, die bis Ende November 1966 dauerte.

Von Februar bis Mai 1967 war die Division an der Operation Junction City beteiligt, der einzigen großen Luftlandeoperation des Vietnamkrieges und einer der größten der Militärgeschichte überhaupt. Dieser „Such- und Zerstörungseinsatz“ sollte die Aktivitäten der Vietnamesischen Volksarmee und des Viet Cong in dieser Region endgültig beenden. Gleichzeitig sollte das Hauptquartier für alle nordvietnamesischen Aktivitäten, das „Zentralbüro für Südvietnam“ (Central Office for South Vietnam), lokalisiert und zerstört werden. In der über 70 Tage andauernden Schlacht, bei der die nordvietnamesischen Kräfte hohe Verluste erlitten, konnten diese Ziele allerdings nur zum Teil erreicht werden. Das gesuchte Hauptquartier war rechtzeitig evakuiert worden und operierte für den Rest des Krieges weiter von kambodschanischem Gebiet aus.

Nach diesem Einsatz wurde die 3. Brigade der 25. US-Infanteriedivision unterstellt, die sich während der Tet-Offensive des Viet Cong 1968–1969 an der Verteidigung der südvietnamesischen Hauptstadt Sàigòn beteiligte. Gemeinsam mit ihrem neuen Mutterverband diente sie im Rahmen des „Vietnamisierungs-Programms“ (Nixon-Doktrin) bis 1970 als Ausbildungseinheit bei den südvietnamesischen Streitkräften.

Diese Schwächung wurde durch Teile der Task Force Oregon kompensiert, als die 4. US-Infanteriedivision in der Provinz Quảng Ngãi im Einsatz war. Während ihrer Zeit in Vietnam unternahm die Division diverse Operationen im westlichen zentralen Hochland entlang der Grenze zu Kambodscha, um die Infiltration Südvietnams durch den Viet Cong zu unterbinden und seine Nachschubwege (Teile des Ho-Chi-Minh-Pfades) zu unterbrechen. Im Herbst 1967 war sie bei Kontum in heftige Gefechte mit der regulären Vietnamesischen Volksarmee verwickelt.

Im April 1970 wurde die 3. Brigade aus der 25. US-Infanteriedivision herausgelöst und zurück nach Fort Lewis verlegt, wo sie demobilisiert wurde. Die „Vierte“ wurde im selben Jahr im Rahmen der sogenannten Cambodian Campaign („Schlacht von Kambodscha“), ebenso Cambodian Incursion („Einfall in Kambodscha“) genannt, eingesetzt. Dies war ein groß angelegter Feldzug, der aus dreizehn einzelnen Operationen in Südkambodscha bestand und hauptsächlich von den südvietnamesischen Streitkräften bestritten wurde. Wegen ihrer überdurchschnittlichen Erfolge in diesen Kämpfen wurde die Division nach Ende des Einsatzes zur Auffrischung in die Etappe verlegt, im Rahmen des „Vietnamisierungs-Programms“ am 8. Dezember 1970 vom asiatischen Kriegsschauplatz zurückgezogen und nach Fort Carson im US-Bundesstaat Colorado verlegt.

Die Gesamtverluste der 4. US-Infanteriedivision im Vietnamkrieg betrugen 2.541 Tote und 15.229 Verwundete.
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BeitragThema: Re: Welche Selbständigen US Divisionen waren in VN. und ihre Geschichte!!!   Sa Mai 16, 2009 1:38 pm

25. US-Infanteriedivision


Die 25. US-Infanteriedivision (25th Infantry Division; Tropic Lightning, dt. tropischer Blitz) ist ein Großverband der US Army mit einer Personalstärke von ca. 17.000 Mann. Sie ist dem US Pacific Command (PACOM) unterstellt und ist an verschiedenen Orten im pazifischen Raum disloziert. Kommandierender General ist zurzeit Major General Robert L. Caslen, Jr. Das Divisionshauptquartier befindet sich in den Schofield Barracks in Hawaii. Wegen ihrer Präsenz in allen militärischen Konflikten der Vereinigten Staaten im pazifischen und südostasiatischen Raum seit 1941 ist sie auch außerhalb von Militärkreisen bekannt.


Geschichte
Die Division wurde am 1. Oktober 1941 in Hawaii aufgestellt (nur ca. zwei Monate vor dem Angriff auf Pearl Harbor) und besteht seit dem ununterbrochen. Die Aufstellung war Teil der amerikanischen Vorbereitungen für den Kriegseintritt. Zwar hatte in amerikanischen Regierungskreisen niemand mit einem Überraschungsangriff auf Hawaii gerechnet, so zeichnete sich jedoch ab, dass der Zweite Weltkrieg sich auch auf den pazifischen Raum ausdehnen würde, denn neben der Tatsache, dass Japan zu den Achsenmächten gehörte, war auch eine Eskalation in der Konkurrenz mit Japan um die Hegemonialstellung in der Region unübersehbar.


Zweiter Weltkrieg

Schlacht um Guadalcanal ließen die japanischen Armee auf der Insel Guadalcanal ein Flugfeld (Henderson Field) errichten, das die Bombardierung des Seeweges zwischen Australien und den USA ermöglicht hätte. Deshalb startete am 7. August 1942 die erste US-amerikanische Offensive des Pazifikkrieges gegen diese strategisch wichtige Insel, die zunächst erfolglos blieb.

Am 25. November 1942 wurde die 25. Infanteriedivision nach Guadalcanal verlegt, um die dort eingesetzten arg in Bedrängnis geratenen Marines nahe dem Henderson Field zu entsetzen und damit in die Schlacht von Guadalcanal einzugreifen. Im 17. Dezember 1942 erreichten die ersten Truppenteile den Tenaru (Fluss) und die Division griff am 10. Januar 1943 geschlossen in das Kampfgeschehen ein. Die erbittert geführten Gefechte, bei denen sich die US-Kräfte wegen der Gefahr einer japanischen Einkesselung zunächst zurückziehen mussten, führten zur Einnahme von Cape Esperance, dem nördlichsten Punkt der Insel Guadalcanal, und damit zur Vereinigung mit den Verbänden der Americal Division. Diese Vereinigung der verschieden US-Kräfte beendete den organisierten Widerstand der japanischen Streitkräfte und mündete in deren Kapitulation am 5. Februar 1943.

Diesem ersten Sieg folgte eine Ruheperiode, in der die Division als Garnison auf der Hauptinsel der Salomonen eingesetzt war. Am 21. Juli 1943 endete die Ruhephase, als die ersten Vorausabteilungen dieser Division auf der Insel Munda landeten, das 35. Infanterieregiment, Teil der Northern Landing Force, konnte im Zusammenwirken mit anderen Einheiten am 15. September die Insel Vella Lavella einnehmen. In der Zwischenzeit gelang es weiteren Einheiten andernorts in der Gegend von New Georgia zu landen, Zieta einzunehmen und nach einem 19 Tage dauernden Marsch durch den Dschungel Bairoko Harbor zu erobern. Weitere Truppenteile säuberten am 24. September Arundel Island und am 6. Oktober Kolombangara Island mit dem strategisch wichtigen Flughafen Vila Airport. Am 25. August 1943 brach der organisierte Widerstand der Japaner zusammen und die Division verlegte nach Neukaledonien, Neuseeland zur Auffrischung und weiterer Ausbildung, wo sie bis 14. März 1944 stationiert war


Rückeroberung der Philippinen
Am 11. Januar landete die 25. Infanteriedivision in San Fabian in der Gegend um Luzon, um in den Kampf um die Befreiung der Philippinen unter dem Oberkommando von General Douglas MacArthur einzugreifen. Sie umging die Ebene von Central Luzon und stellte die japanischen Truppen am 17. Januar 1945 bei Binalonan, besetzte die Orte Umingan, Lupao, und San Jose. Es gelang ihr, große Mengen Waffen und Ausrüstung der Japaner bei Luzon zu zerstören. Am 21. Februar begann der Einsatz in den Caraballo-Bergen. Trotz heftigen Widerstands konnten die Orte Digdig, Putlan und Kapintalan eingenommen und am 13. Mai der strategisch wichtige Balete-Pass unter Kontrolle gebracht werden, der den Zugang zum Cagayan Valley öffnete und 30. Juni 1945 die Besetzung San Joses ermöglichte. Am 1. Juli verlegte die Division nach Tarlac [2] zur Auffrischung und weiteren Ausbildung, bis sie am 20. September in Japan stationiert wurde, wo sie für fünf Jahre als Teil der amerikanischen Besatzungsmacht fungierte.

Spitzname Tropic Lightning
Die ungewöhnlich schnell ausgeführten Operationen während ihrer Einsätze brachten der Division den Spitznamen Tropischer Blitz ein.

Sechs Soldaten der Division wurde im Zweiten Weltkrieg die Medal of Honor, die höchste militärische Auszeichnung der Vereinigten Staaten, verliehen .

Die 25. US-Infanteriedivision verlor im Zweiten Weltkrieg insgesamt 5.432 Soldaten, die getötet oder verwundet wurden oder noch vermisst werden.


Korea [Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Koreakrieg

Am 25. Juni 1950 brach wieder Krieg im südostasiatischen Raum aus, als die Nordkoreanische Volksarmee den 83. Breitengrad überschritt und ohne Kriegserklärung Südkorea angriff. Als Teil des Kommandos der Vereinten Nationen verlegte die Division vom 5. bis zum 18. Juli vollständig nach Südkorea. Unter dem Kommando von Major General William B. Kean gelang es ihr in ihrem ersten Einsatz, erfolgreich den nordkoreanischen Vorstoß nach Pusan zum Erliegen zu bringen. Für diesen Einsatz wurde der Einheit ihre erste Republic of Korea Presidential Unit Citation verliehen. Aber es waren die darauffolgenden Schlachten, die den ausgezeichneten Ruf dieser Division für besondere Effektivität im Kampf begründeten. Sie beteiligte sich am Ausbruch aus dem Pusankessel und drang im Oktober 1950 auf nordkoreanisches Gebiet vor. Gemeinsam mit dem 89. Panzerbataillon und der Task Force Dolvin unter LTG Dolvin wurden die nordkoreanischen Streitkräfte bis zum 24. November bis zum Yalu Fluss an der Grenze zu China, zurückgeworfen. Aber chinesische Truppen mit der über 300.000 Soldaten umfassenden „Freiwilligenarmee” griffen unerwartet in das Kampfgeschehen ein, überschritten die Grenze und schlugen die Truppen der Vereinten Nationen zurück. Dennoch gelang ein geordneter Rückzug und am 30. November die Besetzung von Auffangstellungen am südlichen Ufer des Flusses Ch’ongch’on. Schließlich fiel aber auch diese Verteidigungslinie angesichts der chinesisch-nordkoreanischen Übermacht. Letztendlich konnte nach weiteren Gebietsverlusten eine zusammenhängende Verteidigungslinie südlich von Osan eingerichtet werden.

Nach anderthalb Monaten der Planung und Reorganisation, starten die UN-Truppen am 15. Januar 1951 eine wohlvorbereitete Offensive und konnten bis zum 10. Februar Inchon und den wichtige Luftwaffenstützpunkt Kimpo Air Base zurückerobern. Dies war die erste von etlichen weiteren erfolgreichen Vorstößen, die den Kriegsverlauf wieder zugunsten der UN-Truppen wandten. Der 25. Infanteriedivision gelang es, die gegnerischen Truppen im Rahmen der Operation Ripper entlang des Hangang, der eine natürliche Barriere zwischen der Insel Ganghwa an der Mündung des Flusses Imjin und der Stadt Seoul bildete, zurückzuwerfen . Diesem Einsatz folgten im Frühling 1951 die Operationen Dauntless, Detonate und Piledriver, die dazu führten, dass UN-Truppen die strategisch günstige Stellung eisernes Dreieck einnehmen konnten. Im Sommer 1951 begannen in Kaesŏng erste Friedensgespräche und die Division versah in dieser Zeit Sicherungsaufgaben an der Frontlinie mit gelegentlichen kleineren Abwehrgefechten. Diese Zeit dauerte bis zum Winter an und endete, als sich ein Scheitern der Friedensverhandlungen abzeichnete. Daraufhin wurde der 25. Infanteriedivision die führende Rolle bei der erneuten Offensive am 5. Mai 1953 in Richtung Seoul übertragen.

Am 28. Mai sah sich die Division einem schweren Gegenangriff ausgesetzt, der aber zurückgeschlagen werden konnte. Zwischen Mai und Juli 1953 gelang es der Division, einen weiteren schweren Angriff auf Seoul erfolgreich abzuwehren, woraufhin ihr eine zweite Republic of Korea Presidential Unit Citation verliehen wurde. Danach wurden die Friedensverhandlungen erneut aufgenommen und führten am 27. Juli 1953 zum Waffenstillstand. Die Division wurde nach Camp Casey verlegt und in den Reservezustand versetzt.

Während des Koreakrieges erhielten 14 Soldaten dieser Einheit die Medal of Honour.

Damit war die 25nd ID die am höchsten dekorierte Kampfeinheit des Koreakrieges.

Die Division verblieb zunächst in Korea, bis sie im Herbst 1954 nach über zwölf Jahren Abwesenheit zurück nach Hawaii verlegt wurde.


Vietnam
Im Frühjahr 1963 wurden 100 Hubschrauberschützen auf Anforderung des Military Assistance Command Vietnam (MACV) von Hawaii nach Südvietnam verlegt. Im August 1965 wurde eine weitere Einheit der 25. Infanteriedivision in den Vietnamkonflikt geschickt, als die 3. Kompanie des 65. Pionierbataillons nach Südvietnam berufen wurde, um Unterstützung beim Bau des Hafens von Cam Ranh Bay zu leisten. Bis Mitte 1965 wurden insgesamt 2.200 Angehörige dieser Division auf dem vietnamesischen Kriegsschauplatz eingesetzt.

Mitte 1965 wurde eine komplette Brigade der Tropic Lightning mit über 4.000 Mann und 9.000 Tonnen Ausrüstung im Rahmen der bis dahin größten und längsten Luftverlegung (Operation Blue Light) in ein Kampfgebiet der Militärgeschichte, direkt von der Hickam Air Force Base, Honolulu, in den Nord-West-Sektor Südvietnams, verlegt.

Diese Brigade begann am 24. Dezember 1964 im zentralen Hochland bei Plei Cu mit der Einrichtung einer Hauptbasis der Division, die als Ausgangspunkt für sämtliche darauffolgenden Operationen und Verlegungen dienen sollte. Mitte Januar 1965 war der Transport abgeschlossen und eröffnete dem MACV neue Optionen in ihrer militärischen Planung.

Zwischen 1966 und 1971 war diese Division im gesamten südostasiatischen Raum in heftige Gefechte verwickelt.

Während der Tet-Offensive des Viet Cong, 1968–1969, beteiligte sich die 25. Infanteriedivision an der Verteidigung der belagerten südvietnamesischen Hauptstadt Sàigòn. Auf Grund ihrer besonderen Erfolge bei der Abwehrschlacht im Zusammenwirken mit den südvietnamesischen Alliierten wurde die Tropic Lightning danach aus den konventionellen Kampfhandlungen herausgezogen und überwiegend im so genannten Vietnamisierung-Programm (Nixon-Doktrin) eingesetzt, der schrittweisen Übergabe der militärischen Verantwortung an die Armee der Republik Vietnam, wobei die 25. Infanteriedivision Ausbildungsaufgaben übernahm und als militärisches Verbindungsorgan fungierte.

Dies führte sie von Mai bis Juni 1970 zusammen mit anderen Einheiten des MACV-Special Operations Command im Rahmen einer verdeckten Operation weit nach Kambodscha hinein. Ziel des Einsatzes war die Unterbindung der Infiltration des Viet Congs nach Südvietnam, die Störung seiner Rückzugsräume und Unterbrechung seiner Nachschubwege (Teile des Ho-Chi-Minh-Pfades). Es gelang ihr, die Versorgung des Vietkong empfindlich zu stören und große Mengen an Nachschub und Waffen zu erbeuten.

Nach ihrer Rückkehr nach Südvietnam setzte sie ihren Einsatz im Vietnamisierungs-Programm bis Ende 1970 fort.

Anfang 1971 begann der Rückzug der Division nach Hawaii. Die 2. Infanteriebrigade war der letzte Verband der Tropic Lightning, der Anfang Mai 1971 in den Schofield Barracks auf Oʻahu, im US-Bundesstaat Hawaii, eintraf.

Während des Vietnamkrieges erhielten 22 Soldaten der Tropic Lightning-Division die Medal of Honor.

Die Verluste der 25. US-Infanteriedivision beliefen sich im Vietnamkrieg auf insgesamt 4.561 Tote .
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BeitragThema: Re: Welche Selbständigen US Divisionen waren in VN. und ihre Geschichte!!!   So Mai 17, 2009 6:41 am

101. US-Luftlandedivision



Die 101. US-Luftlandedivision (engl. 101st Airborne Division (Air Assault)) ist eine von zwei Luftlandedivisionen der United States Army. Sie wurde am 15. August 1942 aus Teilen der 82. US-Luftlandedivision aufgestellt, untersteht dem XVIII. US-Luftlandekorps und hat ihr Hauptquartier in Fort Campbell, Kentucky. Als Wappentier führt sie einen stilisierten Weißkopfseeadler, weswegen der Verband den Spitznamen The Screaming Eagles (dt.: „die schreienden Adler“) trägt.

Die 281 Hubschrauber der 101. US-Luftlandedivision ermöglichen die Beförderung von rund 4.000 Soldaten 150 km in feindliches Gebiet hinein, wodurch sie zu den schnellsten und vielseitigsten Eingreiftruppen des Heeres der Vereinigten Staaten zählt.

Während des Vietnamkrieges wurde die Division in „luftbewegliche Division“ (airmobile) umbenannt, was den hauptsächlichen Einsatz von Hubschraubern meint, und später zur „Luftkavallerie“ (air assault). Aus Tradition wird der Begriff airborne im Divisionsnamen geführt, obwohl heute auf der Divisionebene keine Fallschirmjägeroperationen mehr durchgeführt werden.


Zweiter Weltkrieg
Am 5. Juni 1944 bereitete die 101. US-Luftlandedivision ihren ersten Einsatz vor: die Luftlandung in der Normandie. Diese sollte 6.700 Soldaten mittels Fallschirmlandung hinter die deutschen Linien bringen, um die Verteidigung der Strände für die geplante Seelandung ausreichend zu schwächen. Doch durch das starke Flak-Abwehrfeuer über Frankreich mussten die Piloten aus ihrer Formation ausbrechen, so dass die Soldaten der Division nach dem Absprung über die gesamte Normandie verteilt waren. Sie waren von ihren Einheiten abgeschnitten, landeten allein hinter den deutschen Linien, und viele wurden noch in der Luft von deutschem Abwehrfeuer getötet. Am Ende des ersten Tages hatte erst jeder dritte abgesprungene Soldat wieder zu seiner Einheit gefunden.

Während des zweiten Tages gelang es der 101. US-Luftlandedivision, sich neu zu gruppieren. Nachschub kam in Form von Lastenseglern, von denen viele bei der Landung zerbrachen. Der Einsatz wurde nun auf das Hinterland der Utah-Landezone konzentriert. Die Stadt Carentan, die der Schlüssel zur Kontrolle der Halbinsel war, konnte nach zwei Tagen schwerster Kämpfe erobert werden und musste weitere zwei Tage von der Division gegen einen deutschen Gegenangriff verteidigt werden. Danach traf endlich Entsatz ein. Nach einem Monat war der Normandieeinsatz abgeschlossen. Jeder vierte Soldat der Division war entweder tot oder schwer verletzt. Für ihren Einsatz am D-Day wurde die gesamte 101. als erste komplette Division mit einer Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.

Der zweite große Einsatz der 101. US-Luftlandedivision war die Operation Market Garden in den Niederlanden im September 1944, die in Kooperation mit der 82. US-Luftlandedivision und des 1. Britischen Luftlandekorps als 1. Alliierte Luftlandearmee durchgeführt wurde. Während des Einsatzes sollten die Straßen, die westlich der deutschen Grenze den Rhein nordwärts entlang führen, gegen deutsche Truppen gesichert werden, damit alliierte Panzereinheiten nach Deutschland vorrücken konnten. Mit 600 Lastenseglern wurde die halbe Division der 101. bei Eindhoven abgesetzt und musste den Einsatz nach acht Tagen unvollendet abbrechen, da der deutsche Widerstand erheblich größer als angenommen war. 2.110 Soldaten der 101. verloren dabei ihr Leben.


In der Ardennenoffensive im Dezember 1944 kämpften 12.000 Soldaten der 101. US-Luftlandedivision in Bastogne, die kurz vor den Deutschen dort eintrafen und die Stadt übernahmen. Den deutschen Einheiten gelang es, die Stadt einzukesseln und ab diesem Zeitpunkt mit heftigem Artilleriefeuer zu belegen. Da die US-amerikanischen Soldaten schnellstmöglich nach Bastogne aufgebrochen waren, mussten viele den harten Winter ohne adäquate Bekleidung überstehen. Eine deutsche Kapitulationsforderung nach fünf Tagen Belagerung lehnte der Befehlshaber der US-Truppe, General Anthony C. McAuliffe, mit dem Wort „Nuts“ (dt.: verrückt), ab. Am 26. Dezember konnte die 3. Armee unter General George S. Patton die Belagerung beenden. Zusammen gelang es anschließend, die feindlichen Einheiten bis hinter die deutsche Staatsgrenze zurückzutreiben.

Im weiteren Verlauf des Kriegs, bei dem die 101. der 7. Armee unterstellt war, drangen Teile der Division bis nach Süddeutschland vor, ohne noch auf bedeutenden Widerstand zu treffen. Anschließend zog sich die Division in das französische Mourmelon zurück und trainierte für einen möglichen Absprung über Berlin. Bei Kriegsende konnten Truppen der 101. in Berchtesgaden auf dem Obersalzberg Hitlers ehemaliges Domizil besichtigen. Nach ihrer Rückkehr nach Frankreich trainierte die 101. im August 1945 für eine Luftlandung in Japan, die aber nach der japanischen Kapitulation nicht durchgeführt wurde. Teile der 101. wurden auch in Zell am See in Österreich stationiert, wo sie sich auf die Invasion von Japan vorbereiteten.


Nach dem Krieg
Im Juni 1948 erfolgte die Zuweisung der Division zur regulären US Army. Zwei kurzzeitige Aktivierungen erfolgten vom Juli 1948 bis zum Mai 1949, sowie vom August 1950 bis zum Dezember 1953 in Camp Breckinridge, Kentucky. Die endgültige Reaktivierung erfolgte dann im Mai 1954 in Fort Jackson, South Carolina. Im April 1956 wurde die Division nach Fort Campbell in Kentucky verlegt.

Am 24. September 1957 entsandte US-Präsident Dwight D. Eisenhower von dort 1.200 Soldaten der 101. Screaming Eagles nach Little Rock in Arkansas, um in der Stadt für Ruhe zu sorgen und die Little Rock Nine auf ihrem Schulweg zu eskortieren. Die neun schwarzen Schüler waren die ersten, die auf der Little Rock Central High School angenommen worden waren, nachdem drei Jahre zuvor die Rassentrennung aufgehoben worden war. Erst Mitte Dezember des Jahres konnten die Einheiten wieder abgezogen werden.


Vietnamkrieg
1965 wurde die 1. Brigade zusammen mit Unterstützungstruppen nach Vietnam geschickt. Der Rest der Division folgte bis Ende 1967. In sieben Jahren Vietnameinsatz nahm die 101. US-Luftlandedivision an mehr als 15 Feldzügen teil. Für den Truppentransport wurden nun wendige Hubschrauber eingesetzt, die im teilweise undurchdringlichen Dschungel und bei fehlenden Landebahnen eine deutlich bessere Alternative als Flugzeuge darstellten.

Einer der ersten größeren Einsätze in Vietnam betraf das Aufspüren und die Vernichtung des 95. nordvietnamesischen Regiments, das im Tuy-Hoa-Tal vermutet wurde. Der Kodename des Einsatzes war Operation Van Buren. Gleichzeitig sollten die zu diesem Zeitpunkt stattfindenden Reisernten an der Küste geschützt werden. Beide Aufträge wurden Ende Januar 1966 mit vielen feindlichen aber nur geringen eigenen Verlusten ausgeführt.

Die Division nahm auch an der Tet-Offensive sowie der Tet-Gegenoffensive teil, wobei sie am Hügel 937 bei der Schlacht am Hamburger Hill unter heftiges Artillerie- und Maschinengewehrfeuer des Vietkong geriet. Erst nach zehn Tagen und mit Verlusten (70 Gefallene und 372 Verwundete) konnte die Anhöhe von den US-Amerikanern genommen werden. Die dabei eingesetzte Feuerkraft war so massiv, dass der Hügel all seiner Vegetation beraubt wurde. Nach den Kämpfen wurden in den Bunkern und Tunneln des Hügels 630 tote vietnamesische Soldaten gefunden, die Zahl der Verwundeten ist unbekannt.

1972 verließ die 101. US-Luftlandedivision als letzte Kampftruppe Vietnam. Ihre dort erlittenen Verluste übertrafen die des Zweiten Weltkriegs um das Doppelte.
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BeitragThema: Re: Welche Selbständigen US Divisionen waren in VN. und ihre Geschichte!!!   So Mai 17, 2009 6:48 am

173. US-Luftlandebrigade



Die 173. US-Luftlandebrigade (engl.:173rd Airborne Brigade Combat Team) ist ein Luftlandeverband der United States Army. Sie ist die derzeit einzige konventionelle Luftlandeeinheit des United States European Command. Die Brigade hat ihr Hauptquartier derzeit in Vicenza, Italien. Kommandeur des selbstständigen Verbandes ist Colonel Charles Preysler.

Aufstellung
Die Brigade wurde am 5. August 1917 als Infanteriebrigade ins Leben gerufen und am 25. August der 87. US-Infanteriedivision in Camp Pike, Arkansas zugeteilt. Sie wurde zwar 1918 nach Frankreich verlegt, nahm aber an keinen großen Operationen des Ersten Weltkriegs teil. Nach ihrer Rückkehr in die Staaten wurde die Brigade im Januar 1919 in Fort Dix, New Jersey das erste Mal deaktiviert.

Die Reaktivierung der Brigade erfolgte am 24. Juli 1921, sie wurde wiederum der 87. Infanteriedivision unterstellt und als Reserveeinheit eingestuft.


Zweiter Weltkrieg
Da zu Beginn des Zweiten Weltkriegs sämtliche Brigaden als Untereinheiten der Divisionen aufgelöst wurden, erhielt die 173. Brigade im Februar 1942 die Bezeichnung „87th Reconnaissance Troop“ und wurde am 15. Dezember wieder als aktive Einheit in die 87. Infanteriedivision eingegliedert. Die ersten Einsätze erfolgten dann ab Sommer 1944, die Brigade kämpfte im Rheinland, in den Ardennen und im Elsass. Nach dem Krieg wurde sie wiederum als Reserveeinheit eingestuft, dann von 1947 bis 1951 noch einmal reaktiviert, aber dann am 1. Dezember 1951 in Birmingham, Alabama deaktiviert und aus der 87. Infanteriedivision ausgegliedert.


Vietnamkrieg
Die zweite Reaktivierung der Einheit erfolgte am 23. März 1963 auf Okinawa als 173. US-Luftlandebrigade. Sie wurde unter dem Kommando von Brigadegeneral Ellis W. Williamson als schnelle Eingreiftruppe des United States Pacific Command der regulären Armee unterstellt. Die Brigade trainierte intensiv, vor allem Fallschirmabsprünge und Dschungelkampf und verdiente sich während ihrer Trainingseinsätze auf Taiwan recht schnell ihren Spitznamen „Skysoldiers“, angelehnt an die nationalchinesischen „Bien Tien“-Fallschirmjäger. Der Name wurde später sogar als offizielle Bezeichnung der Einheit übernommen.

Im Mai 1965 wurde die Brigade als erste größere Einheit der US Army während des Vietnamkriegs nach Südvietnam verlegt. Das Haupteinsatzgebiet der Skysoldiers war das Gebiet nördlich von Saigon, das die militärische Bezeichnung „War Zone D“ trug. Am 8. November 1965 geriet die Brigade während der Operation Hump in einen Hinterhalt von 1.200 Vietcongkämpfern und verlor 48 Mann bei den darauffolgenden schweren Gefechten.

Im Rahmen der Operation Junction City im Frühjahr 1967 führte die 173. Luftlandebrigade den einzigen Fallschirmjägereinsatz während des gesamten Vietnamkriegs durch. Im Sommer und Herbst desselben Jahres kämpfte die Brigade dann im sogenannten „Eisernen Dreieck“ nordwestlich von Saigon, einer undurchdringlichen Dschungelregion, die als Stützpunkt und Operationsbasis für nordvietnamesische Einheiten und Widerstandskämpfer des Vietcong diente. Die Eroberung des Hügels 875 im November 1967 war einer der blutigsten Kämpfe des gesamten Vietnamkriegs.

Während des Vietnamkriegs nahm die 173. Luftlandebrigade an 54 größeren Militäroperationen in ganz Südvietnam teil und erhielt unter anderem 4 Presidential Unit Citations. 12 Soldaten der Brigade erhielten, zum Teil postum, die Medal of Honor.

Nach ihrer Rückkehr in die Staaten 1971 wurde die Brigade am 14. Januar 1972 in Fort Campbell, Kentucky deaktiviert und aus der aktiven Armee ausgegliedert. Während des Krieges wurden 1.602 Soldaten des Verbands getötet, 8.435 wurden verwundet.
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Welche Selbständigen US Divisionen waren in VN. und ihre Geschichte!!!

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